Titelbild, Pfarrei Herz Jesu, Schwandorf

Ostern 2020, "Der Heiland erstand"

Unser Kirchenmusiker und Organist hat für uns das bekannte Kirchenlied "Der Heiland erstand" von Carl Santner (+1885) aufgenommen, es steht für Sie zum Anhören und Mitsingen (Gotteslob Nr. 791) bei YouTube bereit.

Ein herzliches Dankeschön an Herrn Droge für die Aufnahme:

OSTERN 2020, DER HEILAND ERSTAND (Orgel)

 

Link zum YouTube-Kanal Herz Jesu - Schwandorf:

Herrn Michael Schickram für die Einrichtung des YouTube-Kanals,
die Umsetzung und das Engagement ein herzliches Vergelt´s Gott.

Eine Woche lang wie Ostern feiern - das sagt die Osteroktav. Das ist schön und gut, und große Feste müssen ausgiebig gefeiert werden, und so natürlich auch das größte Fest der Christenheit!
Aber sind wir innerlich nicht eigentlich schon lang wieder zum Alltag zurückgekehrt - zumindest insofern man momentan von einem Alltag sprechen kann… Ostern ist doch eigentlich vorbei in unserem täglichen Leben. Und doch sollte Ostern eigentlich unser ganzes Leben beschäftigen! Ostern sollte nicht untergehen in unseren täglichen Beschäftigungen, vielmehr soll Ostern unsere täglichen Beschäftigungen bereichern!
Wir sind aber in guter Gesellschaft. Das Evangelium erzählt heute auch, dass sieben von den Jüngern wieder zu ihrem Alltag zurückgekehrt sind: sie sind am See und fischen. Doch da kommt Jesus - zunächst wird er wieder nicht erkannt - und er durchbricht ihren Alltag. So soll auch Jesus unseren Alltag, und erst recht unsere eingeschränkten Situationen durchbrechen. Er möchte ein Leben in Fülle für uns, nicht nur ein Leben der kurzzeitigen, oberflächlichen Fröhlichkeit, sondern ein Leben in Fülle. Vielleicht gelingt es uns, uns dafür zu öffnen.
In der Corona-Krise setzen die Malteser vermehrt auf ihren Telefonbesuchsdienst. „In der jetzigen Situation ist der telefonische Besuchsdienst eine geeignete Option, um Menschen, die isoliert sind zu erreichen“, erklärt Daniela Schwarz, Referentin Soziales Ehrenamt bei den Maltesern in der Diözese Regensburg. Alle Menschen, die sich einsam fühlen, könnten sich telefonisch bei den Maltesern melden. „Menschen, die allein und hilfsbedürftig sind, macht die aktuelle Situation häufig große Angst. Ihnen möchten wir die Sicherheit geben, nicht allein zu sein.“, sagt Schwarz. Nähe zu anderen Menschen könne auch die vertraute Stimme am Telefon sein. Ängste sollen durch Telefonate abgemildert werden Im Telefonbesuchsdienst können Menschen, die reden wollen, die Nummer der Malteser wählen und sich zum regelmäßigen Gespräch per Telefon verabreden. „Unsere Ehrenamtlichen hören aufmerksam zu und lassen den anderen von seinen Ängsten erzählen. Gerade in einer Ausnahmesituation wie dieser, kann das sehr beruhigend sein“, so Schwarz.

 

Dem Angebot kommt in der Krisensituation eine besondere Bedeutung zu. „Die Corona-Krise offenbart die Einsamkeit der Menschen einmal mehr“, so Annemarie Mändl, die den Telefonbesuchsdienst koordiniert. Alte und schwache Menschen sind von der Isolation durch Ansteckungsgefahr mit dem Corona-Virus in besonderem Maße betroffen. Zwar gebe es zurzeit viel Solidarität unter den Schwandorfern in Stadt und Landkreis, sich gegenseitig zu helfen. „Doch bei Menschen, die schon vorher einsam waren, kommt diese Hilfe gar nicht erst an.“ Wer sich über einen Anruf der Malteser freuen würde, kann sich telefonisch unter (09431) 470 310 01 melden. Auch suchen wir weitere ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, die einsamen Menschen am Telefon Mut machen. Ehrenamtliche können die Telefonate von ihrem Zuhause aus führen.

Während in der Fastenzeit die biblischen Texte oft einen etwas düsteren, drückenden Eindruck machten, verschärft durch das drückende Gefühl von Corona, obwohl die Texte eigentlich ja Mut machen wollen und zur Initiative aufrufen, hören wir in diesen Wochen aus der Bibel ganz andere Texte. Wir hören, wie es einmal jemand formulierte, aus der „ersten Kirchengeschichte“, also aus dem Buch, das die Taten der Apostel beschreibt, aus der Apostelgeschichte.
Immer wieder wird dort berichtet, wie Menschen handeln, die vom Glauben an Jesus Christus innerlich verwandelt werden, und wie sich daraus eine erste christliche Gemeinde entwickeln konnte. 
Neben vielem anderen hat mich heute besonders eine Formulierung angesprochen, die mich länger beschäftigt hat. Petrus ruft die Menschen zur Umkehr auf, damit „der Herr Zeiten des Aufatmens“ kommen lässt. Ich denke, auch darum bitten in diesen Tagen viele Menschen: um Zeiten des Aufatmens. Noch immer - und noch für lange Zeit - schränkt das Virus uns ein, und wir lechzen nach „Zeiten des Aufatmens“. Bitten wir den Herrn heute, dass er uns solche Zeiten des Aufatmens schenkt, gleich ob im Kleinen oder auch im Großen, und überlegen wir uns doch auch selbst, wie wir selber zu „Zeiten des Aufatmens“ beitragen können…

Heute möchte ich Ihnen etwas mit auf den Weg geben, was ich neulich in einer Ankündigung zu einem Gottesdienst in einer Zeitschrift gelesen habe:
„Mutig zu sein heißt nicht, dass man keine Sorgen hat. Mutig zu sein heißt vielmehr, sich auf das Gefürchtete zuzubewegen. Das ist Courage. Das Wort Courage kommt vom französischen Wort coeur, das ‚Herz‘ bedeutet. Courage heißt, dass das Herz über den Kopf siegt. Obwohl die Gedanken schreien: Nein! Tu das nicht!, sagt das Herz: Doch. Wir schaffen das.“
Ich glaube, dass das sehr wichtige Gedanken sein könnten, nicht nur für jetzt und heute, sondern generell: Mut ist gefragt. Sich nicht unterkriegen lassen. 
So wie auch die Jünger Jesu sich nach seinem Tod und der Auferstehung nicht haben unterkriegen lassen. Nach einer gewissen Zeit des Nachdenkens, des Verstehens von Tod und Auferstehung, sind sie mutig weiter ihren Weg im Auftrag Jesu gegangen.
Auch uns wünsche ich diesen Mut, der sagt: Doch. Wir schaffen das.

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