Titelbild, Pfarrei Herz Jesu, Schwandorf

Wenn man frisches, klares Wasser sieht, dann fallen einem dazu sofort eine Menge Dinge ein. Wasser erfrischt, "Wasser ist zum Waschen da", und, und, und … Auch an das Taufwasser können wir als Christen denken. Gerade in diesen Tagen drängt sich da der Gedanke auf: mit der Taufe erhalte ich das "allgemeine Priestertum aller Gläubigen". Wie kann ich also meine Aufgabe als Christ in dieser Welt in diesen Tagen ausführen? Das kann ein intensiviertes Gebetsleben sein (z.B. auch mit dem Stundengebet der Kirche oder mit ganz anderen Möglichkeiten), das können Telefonate sein mit Menschen, die sich vielleicht über einen Anruf freuen würden, gerade jetzt, wo man ja zu Hause bleiben soll; das können auch Botendienste sein und vieles andere mehr - zum Beispiel auch ein freundliches Lächeln oder ein nettes Wort für die, die im Moment für uns arbeiten, und zwar noch härter als sonst. Das Taufwasser möchte uns anregen, unsere Aufgabe für Kirche und Welt jetzt wahrzunehmen.

Die Lesung erzählt dann heute auch davon, dass das salzige Wasser gesund wird (Ezechiel 47,8ff.). Das bringt mich noch darauf, Sie einzuladen, einmal nach draußen zu schauen: Sehen wir, wie die Welt trotz des Virus gesund wird? Wie Pflanzen und Lebewesen auf einmal wieder aufblühen? Vor meinem Fenster tummeln sich momentan viel mehr Vögel als früher. Gottes Schöpfung lässt sich nicht unterkriegen … - und wir gehören dazu! 

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Für die Zeit, in der wir uns gerade befinden, gibt es mehrere Namen: Fastenzeit, Quadragesima, österliche Bußzeit. Auch die Texte in der Liturgie sprechen oft vom Fasten, von der Umkehr, von der Buße. Aber das ist nicht alles. Wer genauer hinschaut, der kann dazwischen immer wieder auch das Licht von Ostern, das Licht der Zuversicht durchschimmern sehen. Ein paar der biblischen Worte für den heutigen Tag zeigen das ganz deutlich, und deswegen lassen wir diese Texte heute einfach einmal für sich sprechen:

"Ich schaue aus nach dem Herrn, ich warte voll Vertrauen auf Gott, meinen Retter. Mein Gott wird mich erhören." (Micha 7,7)

"Zwar liege ich am Boden, doch ich stehe wieder auf. Zwar sitze ich in der Finsternis, aber der Herr ist mein Licht." (Micha 7,8)

"Er wird mich hinausführen ins Licht, ich werde seine Heilstat erleben." (Micha 7,9)

"Seht, ich erschaffe einen neuen Himmel und eine neue Erde. Man wird nicht mehr an das Frühere denken, es kommt niemand mehr in den Sinn. Nein, ihr sollt euch ohne Ende freuen und jubeln über das, was ich erschaffe." (Jesaja 65,17-18a)

Lassen Sie uns auch heute Vertrauen schöpfen mit diesen starken Worten aus der Bibel und vertrauen wir auf IHN - er lässt uns nicht im Stich! ER ist da!

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