Titelbild, Pfarrei Herz Jesu, Schwandorf

„Was konntest du mir Größeres geben als dich selbst!“ - Das schreibt die hl. Katharina von Siena, derer die Kirche heute als Schutzpatronin Europas gedenkt, in ihrem Dialog über die göttliche Vorsehung. Damit hat die Ordensfrau aus dem 14. Jahrhundert etwas eigentlich sehr wichtiges gesagt, was aber oft einmal gar nicht so wirklich zur Geltung kommt.

Mit IHM haben wir eigentlich das Größte an unserer Seite, was wir haben können. Und dieser „Größte“ ist einer, der, platt gesagt, „sich seine Größe nicht raushängen lässt“. Er sagt zu den Menschen im heutigen Evangelium: „Kommt zu mir, die ihr euch plagt“ - „Ich werde euch Ruhe verschaffen“ - „Mein Joch drückt nicht“ - „Meine Last ist leicht“. Ich denke, Katharina von Siena konnte ihre Schriften nur verfassen, weil sie genau das erkannt hat. ER ist auf unserer Seite. Er verspricht uns zwar kein Leben ohne Last und ohne „Joch“ - aber beides ist erträglich und auszuhalten.

Wer glaubt, hat nicht unbedingt ein Leben, das frei ist von Leid, von Anfechtung und Gefahr – aber er hat ein Leben, das er bei IHM aufgehoben weiß; bei IHM, der sich uns selbst schenkt – der sich nicht zu schade ist für die Begegnung mit uns. ER liebt uns. Jetzt und Immer.