Titelbild, Pfarrei Herz Jesu, Schwandorf

HIER finden Sie wichtige Informationen zu eingeschränkten Gottesdiensten während der "Corona-Zeit" ab dem 04. Mai 2020.

Erwähnt sei, dass vor den Gottesdiensten leider "Eintrittskarten" ausgelegt werden, um die maximal erlaubte Besucherzahl einhalten zu können. Wir bitten Sie dabei um Ihr Verständnis für diese nötige Maßnahme und Ihre Unterstützung bei der Umsetzung - vielen Dank.

Alle weiteren Informationen finden Sie unter diesem Link.

Vierter Sonntag der Osterzeit
Apostelgeschichte 2,14a.36-41; 1. Petrusbrief 2,20b-25; Johannesevangelium 10,1-10
 
„Ich bin der gute Hirte“, sagt Jesus (Johannes 10,14). Obwohl Hirten und ihre Herden eigentlich völlig aus unserem Alltag verschwunden sind, ist es dennoch ein Bild, das für sich selbst spricht. Wir haben sofort ein Bild vor Augen, wenn wir von einem Hirten hören.
Interessant ist, daß Jesus gerade das Bild eines Hirten für sich verwendet - interessant auch, daß im Alten Testament wiederholt Gott als der Hirt seines Volkes bezeichnet wird. Sicher kennen Sie den wohl berühmtesten Text, der Gott als Hirten bezeichnet, den Psalm 23, den wohl beliebtesten der Psalmen. Aber auch andernorts wird Gott als Hirte bezeichnet.
Natürlich kann man sagen: das biblische Volk war zu Beginn ein Hirtenvolk, und da ist es nur selbstverständlich, daß das Bild vom Hirten und seiner Herde auch auf Gott und sein Volk übertragen wird. - Andererseits kann dieses Bild aber nur übertragen werden, wenn man dieses Bild auch für angemessen erachtet. Offensichtlich haben die Theologen und Schriftsteller Israels dieses Bild doch als passend erachtet. Sie haben wohl beobachtet, wie Hirten mit ihrer Herde umgehen, und konnten feststellen: ja, das paßt auf unseren Gott, so ist er!
Eine Herde kommt nicht ohne ihren Hirten aus - und so kommt das biblische Volk - und so kommen eigentlich auch wir - nicht ohne einen Hirten aus. Unser Hirt Jesus Christus sagt heute: „ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben.“ (Johannes 10,10b).
Leben in Fülle verspricht uns Christus. Lassen Sie uns dieses Leben ergreifen und nutzen.
 
Mit dem letzten Tag der nichtöffentlichen Gottesdienste enden nun auch unsere Tagesimpulse. Wir hoffen, Sie konnten in dieser Zeit etwas Gewinn daraus ziehen und sich im Glauben, in der Hoffnung und der Zuversicht etwas stärken. Vielleicht haben Sie auch gesehen: es lohnt sich, immer wieder in das Wort des Lebens, die Heilige Schrift, hineinzuschauen.
Bedanken möchte ich mich auch bei unserer Gemeindereferentin, Frau Gertraud Schwab, und bei Frau Annkatrin Blank für ihre Beiträge bei den Tagesimpulsen!
 
Alles Gute und Gottes Segen - und auf ein baldiges Wiedersehen bei uns in der Kirche - auf einem der derzeit etwa 70 Plätze!
 
Ihr
Andreas Schinko, Pfarradministrator

Wenn Sie den heutigen Abschnitt aus der Apostelgeschichte lesen, dann wird es Ihnen vielleicht auffallen. Sie erzählt heute von zwei besonderen Wundern; einmal von der Heilung des Äneas, der acht Jahre lang das Bett hüten mußte. Zum anderen das noch viel herausragendere: Eine Verstorbene namens Tabita wird wieder zum Leben erweckt. Bei beiden ist es aber im Prinzip nicht Petrus, der als der große Heiler dasteht, sondern es ist Christus, der dahintersteckt; bei Äneas heißt es ausdrücklich „Jesus Christus heilt dich.“ (Apostelgeschichte 9,34). Nicht Petrus ist derjenige, der heilt, sondern Christus ist der Heiler, der „Heiland“. Und natürlich sprechen sich die Wunder herum und viele kommen zum Glauben an den Herrn.
Doch woher kommt das Wachstum der Kirche eigentlich? Sind es immer nur Wunder und außergewöhnliche Erlebnisse? Ich denke nicht. Die Apostelgeschichte erzählt uns heute zu Beginn, wie das geschieht: „sie wuchs durch die Hilfe des Heiligen Geistes.“ (Apostelgeschichte 9,31). Er ist es, der das Wachstum bewirkt; er ist es, der dazu drängt, sich mit der Botschaft auseinandersetzen. Lassen auch wir uns bewegen und treiben vom Heiligen Geist. Auch ein Gebet um geistliches Wachstum ist sicherlich nie verkehrt…

Bibeltexte: Offenbarung 11,19a; 12,1.3-6a.10ab; Galaterbrief 4,4-7; Johannes 2,1-11
 
Die Liturgie in Bayern unterscheidet sich heute vom Rest der Welt. Während in weiten Teilen der Welt der hl. Josef der Arbeiter als Heiliger des Tages vorgestellt wird, ist es in unserer Gegend Maria als Schutzfrau Bayerns.
 
Beide sind sie Personen, die für uns wichtige Beispiele oder Vorbilder sein können.
 
Und dabei muß man sich die Frage stellen: inwiefern können sie denn als solche dienen - es sind Personen, die vor 2000 Jahren gelebt haben und von denen nur sehr wenig überliefert ist. Worte, die von ihnen selbst überliefert sind, gibt es so gut wie gar nicht. Inwiefern können diese beiden Vorbilder für uns sein?
 
Ganz einfach: durch ihr Handeln. Sie stellen sich nicht in den Vordergrund, sie machen sich nicht wichtig, sie führen keinen Streit und keine Auseinandersetzung. Sie sind stille Menschen, die einfach das tun, was ihnen aufgetragen ist. Es sind einfache - aber nicht einfältige - Menschen, die ihren Glauben leben - und aus ihrem Glauben leben. 
 
Es sind hörende und wegweisende Menschen, also Menschen, die etwas aufnehmen und weitergeben. Es sind Menschen, die wissen, auf wen es wirklich ankommt: auf unsere Beziehung zu Christus, die über alle Auseinandersetzung, über Haß, Mißgunst, Neid, Kleinlichkeiten und Unverständis steht. 
 
Es geht um unsere Christusbeziehung - und da können uns seine „menschlichen Eltern“ ganz gute Hinweisgeber sein.