Titelbild, Pfarrei Herz Jesu, Schwandorf

Das Nikolausgeschenk - Geschichte für Kinder

 

Eigentlich verstanden sich Stefan und Anja recht gut, nur wenn es ums Teilen ging, waren sie sich nie einig. Stefan, der sieben Jahre alt war, ging schon zur Schule, während seine jüngere Schwester Anja noch den Kindergarten besuchte. Vor kurzem erst gab es wieder einen großen Streit zwischen den beiden:

Stefan hatte von seinen Eltern neue Farbstifte für die Schule bekommen, und als sich Anja einen leuchtend roten Stift für ihre „Malkünste“ ausleihen wollte, wehrte sich Stefan sehr dagegen.

Anja nahm den Stift aus Stefans Mäppchen, und schon begann dieser zu schreien: „Lass den Stift hier, der gehört dir nicht, du machst ihn sowieso nur kaputt!“ Doch Anja hielt den Stift fest in der Hand und schrie: „Ich brauche ihn aber für mein schönes rotes Hausdach!“

Da riss Stefan Anja wütend den Stift aus der Hand, und diese lief weinend aus dem Zimmer. Soweit kam es oft zwischen den beiden, denn keiner wollte nachgeben.

 

Auch heute gab es wieder Probleme, denn die beiden waren dabei, den Wunschzettel für den Nikolaus zu schreiben. Beide wünschten sich ein Mensch-ärgere-dich-nicht-Spiel. Anja bat ihre Mutter, dies auch auf ihren Wunschzettel zu schreiben.

Die Mutter hatte Bedenken und meinte: „Ich glaube nicht, dass euch der Nikolaus zwei Spiele bringt, und überhaupt, alleine kann doch sowieso keiner von euch spielen.“ Und schon ging es wieder los. Anja sah Stefan an und rief: „Ich will aber ein Mensch-ärgere-dich-nicht-Spiel ganz für mich alleine haben, der Stefan braucht keines.“

Die beiden konnten sich einfach nicht einigen, und so stand auf jedem Wunschzettel das gleiche Spiel.

Als der Nikolausabend immer näher rückte, wurde den beiden doch etwas mulmig, denn sie dachten immer wieder daran, was der Vater zu ihnen gesagt hatte: „ Ich bin mir gar nicht sicher, ob euch der Nikolaus überhaupt etwas mitbringt. Denn ihr könnt ja nicht miteinander teilen, und dass er zwei Spiele bringt, könnt ihr euch ohnehin aus dem Kopf schlagen.“

Nun war es soweit: Der Nikolausabend war da. Wird der Nikolaus kommen? Voller Aufregung saßen die beiden mit ihren Eltern im Wohnzimmer und warteten auf den Besuch des heiligen Nikolaus.

Endlich klopfte es an der Tür. Das konnte nur der Nikolaus sein. Die Mutter öffnete die Tür und ließ ihn eintreten.

Der Nikolaus sah die beiden an und stellte ihnen einige Fragen. Doch weder Stefan noch Anja hörten ihm richtig zu. Gespannt sahen sie auf den großen Sack, den der Nikolaus bei sich hatte. Was wird er wohl mitgebracht haben?

Der Nikolaus holte aus seinem Sack zwei Päckchen, ein großes und ein kleines. Das große gab er Anja, das kleine bekam Stefan.

Anja strahlte über das ganze Gesicht, denn sie war sicher, dass sie das Spiel bekommen hatte. Stefan schaute enttäuscht sein kleines  Päckchen an, denn er wusste, da drinnen konnte nie ein Mensch-ärgere-dich-nicht-Spiel sein. Der Nikolaus verabschiedete sich von den beiden und sagte abschließend: „Ich wünsche mir von euch, dass ihr ab heute lernt, alles miteinander zu teilen.“ Der Nikolaus machte sich auf den Weg. Stefan und Anja konnten es kaum erwarten, ihre Päckchen zu öffnen.

Als Anjas Geschenk ausgepackt war, hatte sie allen Grund zur Freude, denn sie bekam wirklich das gewünschte Spiel, aber wo waren die Spielfiguren und die Würfel? In dem Päckchen befand sich lediglich das Spielbrett.

Stefan, der Anja die ganze Zeit zugeschaut hatte, begann nun sein Geschenk zu öffnen. Was glaubt ihr wohl, was in dem Päckchen war?

Nachdem Stefan mit dem Auswickeln fertig war, lagen die Spielfiguren und der Würfel vor ihm. Damit hatten die beiden nicht gerechnet.

Stefan und Anja sahen sich erst verdutzt an. Dann begannen sie hellauf zu lachen. Ohne zu zögern fingen sie zu spielen an.

Von nun an gab es keinen Streit mehr zwischen den beiden, das Spiel gehörte ihnen zusammen, und jeder war bereit, mit dem anderen zu teilen. Erst jetzt erkannten sie, dass es viel schöner ist, gemeinsam zu spielen. Und am allermeisten freute sich der Nikolaus.

 

 

Welches Spiel ist dein Lieblingsspiel? Hol es doch mal hervor und spiele es mit deinen Eltern oder deinen Geschwistern? Wer gewinnt? Viel Spaß!

(Text: unbekannt; Textauswahl: J. Hartinger)

 

Liebe Pfarrangehörige, liebe Leserinnen und Leser unserer Homepage!

 

In dieser besonderen Adventszeit – ohne die üblichen Möglichkeiten und Aktivitäten im Advent – bieten wir Ihnen und Ihren Familien jeden Tag ein neues virtuelles Türchen an.

Lassen Sie sich von Ideen, Impulsen, Gebeten, Geschichten und vielem mehr durch die Zeit bis zur Ankunft unseres Herrn in der Krippe begleiten.

Wir freuen uns sehr, wenn wir durch unser tägliches Angebot bis zum 24. Dezember Sie zum „Anklicken“ einladen könnten und Sie auch dieses Angebot unserer Pfarrei über verschiedene Wege „teilen“!

 

Ihr Online-Adventskalender-Team, vertr. d. Simone Alwang

 

 

Impuls zum Beginn des Advents

 

Jetzt beginnt die „staade“ Zeit! In den Jahren zuvor war sie oft gar nicht so still wie wir es uns vielleicht manchmal gewünscht hätten. Dieses Mal wird uns diese Stille durch die Pandemie fast schon auferlegt. Machen Sie sich bitte mit mir dazu einige Gedanken und lassen Sie sich auf eine kurze Reise mitnehmen.

 

Freue ich mich auf die Stille und Ruhe in der Adventszeit?

Wann wünsche ich mir geradezu eine leise Zeit?

Vielleicht wünschen Sie sich jetzt auch mal den Trubel eines adventlichen Marktes?

 

Wie erlebten wohl die ersten Christen, die begannen, Advent und Weihnachten zu feiern, die adventliche Zeit vor dem Tag, an dem sie der Geburt Jesu gedachten?

 

Unser Denken und unser Handeln werden oft auf die materiellen Dinge ausgerichtet.

Vielleicht schaffen wir es dieses Jahr, uns mehr auf unsere Mitmenschen zu konzentrieren.

Ein netter Telefonanruf, eine Message übers Handy, eine klassische Weihnachtskarte, ein kurzes Gespräch auf der Straße bei einer zufälligen Begegnung, eine kleine Aufmerksamkeit, die einfach nur sagen will „Ich denke an dich und schätze dich“, ….

Viele Möglichkeiten! Lassen wir wenigstens einige nicht unverrichtet vorbeiziehen.

 

Ich wünsche Ihnen allen eine aufmerksame Adventszeit!

Simone Alwang

(Bild und Text: L. Ascherl)

Am ersten Adventssonntag werden in allen Messen (Samstag um 18.00 Uhr, Sonntag um 10.45 Uhr und um 18.00 Uhr) die Adventskränze in der Kirche und für zuhause gesegnet.

Der Vorabendgottesdienst am Samstag findet als Rorate im Lichterschein statt, ebenso die Vorabendgottesdienste an allen anderen Adventswochenenden.

Am Montag, den 30. November, sind Sie, liebe Pfarrangehörige, herzlich eingeladen, den Hausgottesdienst in den Familien zu feiern. Sie finden Lied- und Textvorschläge in der Kirche ausliegen oder auf der Homepage des Bistums Regensburg unter www.bistum-regensburg.de .

Außerdem können Sie ab diesem Wochenende in der Kirche unsere neue Krippe bewundern. Weitere Infos zur Krippe finden Sie im nächsten Pfarrbrief.

(Fotos: S. Gradl; Text: A. Blank)

 

Herz Jesu betet

Dienstag, 1. Dezember 2020 – 14:30 Uhr – 18:00 Uhr

 

Aussetzung des Allerheiligsten um 14:30 Uhr

Stille Anbetung

Gestaltete Anbetungsstunden – Herzliche Einladung zum Mitbeten

16:00 Uhr - Pfarrgemeinderat

16:30 Uhr - Ministranten

17:00 Uhr - Frauenbund und Seniorenkreis

17:30 Uhr - Katholische Arbeitnehmerbewegung

Eucharistischer Segen

 

(Text und Bild: Herr Pfarrer Schinko)

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