Titelbild, Pfarrei Herz Jesu, Schwandorf

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Bibeltexte: Ezechiel 37,12b-14; Römerbrief 8,8-11; Johannesevangelium 11,1-45

Ab dem heutigen Sonntag, der auch "Passionssonntag" genannt wird, sind in unseren Kirchen die Kreuze verhüllt. Zu der intensiv zu Umkehr aufrufenden Stimmung der österlichen Bußzeit und der drückenden Stimmung der Ausgangsbeschränkung kommt noch, dass uns scheinbar der Blick auf den Herrn am Kreuz genommen ist. Doch wer genau hinsieht, der merkt, dass er auf vielerlei andere Weisen dennoch da ist. Die brennende rote Lampe in der Kirche, das "Ewige Licht", verweist darauf; die Kirchenglocken laden ein, ihn anzubeten, der überall für uns da ist. Altar und Ambo stehen als Symbole für ihn. Die Heilige Schrift erzählt von ihm; jeder Mensch ist aufgerufen, IHN vor den anderen Menschen darzustellen. Auch wenn uns am Passionssonntag der Blick auf ihn am Kreuz genommen ist, ein gerade in dieser Zeit so kraftvolles Bild, ist er also doch auf vielerlei Weisen da.

Schaut man die biblischen Texte des 5. Fastensonntags an, dann merkt man aber auch: es geht zwar auch um das Leid, aber alle drei Texte werfen einen Blick in die Zukunft, in eine Zukunft, in der es wieder gut wird! Ezechiel spricht das biblische Volk Israel im babylonischen Exil an, ein Volk, das keine Hoffnung hat - scheinbar. Ein Volk, das so gut wie gestorben und begraben ist - scheinbar. Aber Gott will, dass es lebt. Und er will auch, dass wir leben.

Sehr schön macht das auch deutlich, was Johannes über die Auferweckung des Lazarus erzählt: Jesus lässt seine Freunde nicht im Stich! Und auch uns nennt er seine Freunde. Er ist auch jetzt da bei seinen Freunden und sagt auch uns: "Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt, und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird auf ewig nicht sterben. Glaubst du das?" (Johannes 11,25-26). - Er lässt uns also auch jetzt nicht allein, er ist bei uns auf all den Wegen, die es jetzt zu beschreiten gilt.

ich finde, die Präfation, also die Einleitung in das Hochgebet, sagt das heute auch sehr, sehr schön: "Da er Mensch ist wie wir, weinte er über den Tod seines Freundes, da er Gott ist von Ewigkeit, rief er Lazarus aus dem Grabe. Er hat Erbarmen mit uns Menschen und führt uns zum neuen Leben … "- Das ist doch eine wunderbare Zusage: er schaut auf uns, von beiden Blickwinkeln aus. Lassen wir uns anschauen von ihm - und verwandeln.

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Jetzt, in den letzten Tagen und Wochen vor Ostern, begleitet uns in der Messfeier das Johannesevangelium; darin lesen wir oft Texte, die man nicht gleich auf den ersten Blick versteht. Da muss man schon intensiver hinhören oder die Abschnitte mehrmals lesen. - Vermutlich haben viele von uns jetzt auch "mehr als genug" Zeit dazu. Heute erzählt das Johannesevangelium davon, wie zur Zeit Jesu diskutiert wird, wer er eigentlich ist. "Wer ist Jesus?" - Das haben seine Zeitgenossen gefragt - und diese Frage steht auch heute noch im Raum. Letztlich erfahren kann das nur der, der sich wirklich auf ihn einlässt.

Wenn wir die Frage beantwortet haben, wer Jesus ist, dann könnten wir weiterfragen: wie ist er? Dazu hat gestern Abend Papst Franziskus eine wunderbare Meditation gehalten. Falls Sie sie nicht im Fernsehen mitverfolgt haben, dann versuchen Sie, sie im Internet zu finden. Es lohnt sich wirklich! Heute hat mir jemand dazu geschrieben: "Hab grad alles vom Papst gelesen! Ganz herrlich und Wahrheit 100%. Wir müssen jetzt im Alleinsein Jesus umarmen. Ich glaube, das sollte man sogar öfter lesen, denn ich finde es wirklich stärkend." (LINK zur Andacht des Heiligen Vaters)

Und wer offene Sinne und ein offenes Herz hat, der kann feststellen, dass ER jetzt wirklich da ist, dass er uns in der Krise nicht allein lässt. In der Messfeier "In jeder Not", die wir heute gefeiert haben, bitten wir deshalb im Tagesgebet: "Sieh an unsere Not und wende uns dein Erbarmen zu. Stärke den Glauben deiner Kinder und erleichtere ihr Bürde, damit sie sich mit Zuversicht deiner Vorsehung anvertrauen." - Wir bitten darum, weil wir sicher sind, dass ER genau das tun kann.

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Am Freitag, den 27. März 2020, fand am Vorplatz des Petersdoms eine besondere Andacht unter dem Vorsitz des Heiligen Vaters statt. Papst Franziskus spricht uns in dieser Zeit der Epidemie Mut und Zuversicht zu.

Der Andachtstext und der Videomitschnitt können auf den Internetseiten des Vatikans eingesehen werden:

(Bild: vatican.va)

Wenn Sie in den vergangenen Tagen vielleicht schon wiederholt die Gebete und Bibeltexte gelesen haben, die für die Tage der Fastenzeit vorgesehen sind, dann geht es Ihnen möglicherweise wie mir: viele der Texte erwecken den Eindruck, als würden sie gerade unsere Situation im Moment beschreiben, als wären sie für heute geschrieben. Da ist das Tagesgebet, welches Sie heute auf dem Bild sehen können, in dem wir Gott darum unsere Not, unsere Schwachheit, vielleicht auch unsere Ängste vor Augen führen - ihm aber andererseits dafür danken, dass seine Hilfe da ist und dass sie groß ist. Nur unsere Augen müssen wir dafür oft erst öffnen.

Die beiden Lesungen aus dem Buch der Weisheit und dem Johannesevangelium werfen aber ebenso interessante Gedanken auf: im Buch der Weisheit sagen die Frevler: "Lasst uns dem Gerechten auflauern! Er ist uns unbequem und steht unserem Tun im Weg. […] Er rühmt sich, die Erkenntnis Gottes zu besitzen, und nennt sich einen Knecht des Herrn" (Weisheit 2,12-13). Obwohl dieser Text aus dem Alten Testament stammt, stellen wir ja fast automatisch einen Bezug zu Jesus her, der uns oft genauso vorgestellt wird: als ein Gerechter, der Zeichen und Wunder tut, der von Gott spricht und ihn zeigt wie kein anderer - der aber andererseits oft unbequem ist, und zwar bis heute.

Bezüglich der Verurteilung und der Festnahme Jesu, die da im Raum steht, schreibt Johannes einfach: "keiner wagte ihn anzufassen, denn seine Stunde war noch nicht gekommen" (Johannes 7,30).

Wann ist denn "seine Stunde" jetzt im Moment für uns? - Ich denke: jetzt. Nicht nachher, nicht morgen - sondern jetzt. Jetzt ist die Stunde, die wir mit ihm verbringen können und sollen. Und z.B. auch heute Abend um 18 Uhr bei der Anbetung und dem päpstlichen Segen in Rom (nähere Informationen: www.bistum-regensburg.de)

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